Die Rösterei
Wir sind drei Menschen, ein Trommelröster und acht Kaffees. Mehr braucht es nicht, wenn man es ernst meint.
Das klingt banal, hat aber Konsequenzen: Ernten schwanken, Lots gehen aus, und ein Kaffee schmeckt im März anders als im Oktober. Wir schreiben das dazu, statt es zu verstecken.
Wir kaufen in kleinen Mengen, direkt oder über Importeure, die uns die Farm nennen können. Was wir zahlen, liegt im Schnitt beim Doppelten des Fairtrade-Mindestpreises. Das ist kein Marketing, sondern die Voraussetzung dafür, dass es diesen Kaffee nächstes Jahr noch gibt.
Sortiment ansehenGeschichte
Marlies Kessler kauft einen gebrauchten 5-Kilo-Trommelröster und stellt ihn in die ehemalige Waschküche eines Altbaus in der Weberstraße. Die ersten Kunden sind drei Cafés im Viertel.
Nach zwei Reisen nach Kolumbien steht der erste Vertrag mit der Finca La Esperanza. Seither kaufen wir denselben Lot jedes Jahr, zu einem Preis, den wir gemeinsam festlegen.
Als die Cafés schließen mussten, haben wir in drei Wochen einen Shop gebaut. Aus der Notlösung wurde das zweite Standbein, und die Abo-Kundschaft ist bis heute geblieben.
Der 15-Kilo-Probat löst den alten Röster ab. Die Waschküche ist geblieben, die Verkostungen am Samstagvormittag auch.
Team
Röstet seit elf Jahren, verkostet jede Charge selbst und schreibt die Notizen auf den Packungen.
Q-Grader, reist zweimal im Jahr zu den Partnern und entscheidet, welcher Lot es ins Sortiment schafft.
Packt jede Bestellung selbst und weiß bei den Stammkunden auswendig, welcher Mahlgrad gewünscht ist.
Jeden Samstag um 10:00 stellen wir einen Kaffee auf den Tisch und schmecken gemeinsam durch. Kostenlos, ohne Anmeldung, maximal acht Plätze. Wer zuerst kommt, sitzt.